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Kardiologie Europahaus
  • Dr. med. Gerold Metzger
  • Dr. med. Bettina Dexling
  • Dr. med. Christian Siehoff

Blutgerinnungshemmer - Orale Antikoagulantien

Alle Patienten mit einer künstlichen Herzklappe, die meisten Patienten mit Vorhofflimmern und Patienten mit bestimmten angeborenen oder erworbenen Störungen der Blutgerinnung und einer Neigung zu Thrombosen brauchen dauerhaft eine Hemmung der Blutgerinnung.

Heutzutage stehen verschiedene Medikamente zu Hemmung der Blutgerinnung zur Verfügung.

Vitamin-K Antagonisten

Künstliche Herzklappen (und bestimmte angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen z.B.  Lupus erythematodes):

hier kann die gerinnungshemmende Therapie nur mit einen Vitamin-K Antagonisten (z.B. Marcumar, Phenprocoumon, Warfarin) erfolgen. Die Wirkung und die Dosierung wird regelmäßig mit Hilfe eines Blut-Tests, des sogenannten INR bestimmt.

Für zu Hause und Unterwegs steht ein kleines, sehr einfach zu bedienendes Gerät für die Bestimmung des INR zur Verfügung (s. Abbildung). Das Gerät wird i.d.R. von den Krankenkassen bezahlt, wenn zuvor eine Schulung mit dem Gerät stattgefunden hat.

Für sehr viele Patienten, die dauerhaft "Marcumar" brauchen, kommt die INR-Selbstmessung in Betracht. Die Selbstbestimmung führt zu einer besseren Einstellung mit weniger Thrombosen einerseits und weniger Blutungskomplikationen andereseits. Außerdem ist man "unabhängiger", z.B. auf Reisen.

Wenn Sie an einer "Marcumar-Schulung" interssiert sind, sprechen Sie uns bitte an. Schulungen bieten wir regelmäßig mehrmals im Monat an.

Neue/Direkte Orale Antikoagulantien (NOAC oder DOAC)

Die meisten Patienten mit Vorhofflimmern und Patienten nach einer tiefen Beinvenenthrombose oder Lungenembolie können heutzutage mit anderen Gerinnungshemmern behandelt werden (Apixaban - Eliquis®; Edoxaban - Lixiana®; Dabigatran - Pradaxa®;  Rivaroxaban - Xarelto®).

Diese Medikamente sind  in der Regel besser wirksam sind und führen seltener zu Blutungskomplikationen als die Vitamin K Antagonisten (z.B. Marcumar). Die Wirkung und Dosierung muß nicht mehr durch Bluttests überprüft werden. Allerdings müssen die Nierenwerte regelmäßig überprüft werden.

Für alle neuen Gerinnungshemmer stehen Gegenmittel zur Verfügung, die innerhalb weniger Minuten die Wirkung aufheben und die Gerinnung wieder normalisieren.